25 Jahre Sahara-Club
Unser Jubiläumstreffen vom 11. - 14. Juni 2009
in Westhofen
Zeitgleich fand das 60. Traubenblütenfest in Westhofen statt.
Anlass die beiden Jubiläen mit einem besonderen Programm gemeinsam zu feiern.
Wir hatten ein wunderschönes Jubiläumsfest
mit vielen netten Gästen und super guter Stimmung.
Allen, die zu dem Gelingen dieses besondern Treffens beigetragen haben,
ein herzliches Dankeschön!
Hier die Bilder vom Treffen
Am Freitagabend begrüßten wir:
- Tormenta Jobarteh -
Erzählungen aus der Griot-Tradition
Tormenta Jobarteh erzählt unterhaltsame und lehrreiche Geschichten und Mythen aus der Griot-Tradition seiner Wahlheimat Gambia. Die Töne seiner Kora (westafrikanische Harfenlaute) verzaubern das Publikum. So wird er auch die Besucher des Sahara-Club-Treffens in seinen Bann ziehen - bei hoffentlich trockenem Wetter am Lagerfeuer.
Griots (in der Mandinka Sprache Jaliya) sind Musiker, Historiker, Chronisten, Geschichtenerzähler und weise Berater in einer Person. Ihre Tradition wird vom Vater auf den Sohn vererbt und schon viele Jahrhunderte genießen sie bei der Bevölkerung großen Respekt.
Jobarteh wurde schließlich ebenfalls zum Griot ernannt, mit allen Rechten und Pflichten - wohl einmalig für einen Nichtafrikaner mit weißer Hautfarbe. Beauftragt von der überwältigenden Ehre und mit der großen Erfahrung bereichert schließlich seine "Kunda" gefunden zu haben und ihr nun auch musikalisch, sprachlich und inhaltlich einen Ausdruck geben zu können, begann Tormenta Jobarteh diese Erfahrung, sowie die reiche Kultur der Mande-Griots nach Deutschland und Mitteleuropa zu bringen und in Bezug zu seiner eigenen afrikanisch-europäischen Geschichte ein entsprechendes neues musikalisches Konzept zu entwickeln. Ein Konzept, das im gegenseitigen Verständnis dieser zwei großen und kulturell reichen Erdteile seinen spirituellen Ansatz hat. (Auszug aus dem Pressetext von T. Jobarteh)
Weitere Infos zu Tormenta Jobarteh HIER
Samstagabend "Drums live on Stage"
Bingoma heizte mächtig ein
Bingoma ist Afrika und Rhythmus pur.
Mit Trommeln, Gitarren, Key-Board und Gesang
wird afrikanische Atmospähre in der "Alten Turnhalle" verbreitet.
Samstagnachmittag Vortrag von Harald A. Friedl
"Vertreibung aus dem Paradies:
Reisesicherheit für Sahara-Fahrer seit Peak Oil und der Uran-Renaissance"
Dr. Harald A. Friedl, Jurist, Philosoph und langjähriger Reiseleiter, bereist seit zwanzig Jahren die Sahara, erst als junger „Abenteurer“, dann als Journalist, und seit zehn Jahren als Forscher zum Thema Chancen und Risken des Tourismus insb. in den Tuareg-Verbreitungsgebieten. Selbst Opfer eines Überfalls im Jahre 1997 in Agadez, legte er stets besonderes Augenmerk auf Konfliktursachen und –lösungsstrategien, was ihn zur Beschäftigung mit lokalen und globalen Zusammenhängen von Wirtschaft, Politik und Militär veranlasste. Harald Friedl lebt mit seiner Familie in Bad Gleichenberg (Südoststeiermark), wo er an der Fachhochschule JOANNEUM Tourismusethik, nachhaltige Entwicklung und internationale Tourismuspolitik lehrt. Sein jüngstes Buch heißt „KulturSchock Tuareg“ (Reise Know-how Verlag).