2020-westhofen

Juli 5, 2020 | Frühjahrstreffen

Frühjahrstreffen 2020 in Westhofen:

Westhofen-Treffen 2020

Wie sich schon im März 2020 abzeichnete, war unser 36. Jahrestreffen Aufgrund der Corona – Pandemie gefährdet. Aber wir im Vorstand verloren die Hoffnung nicht, daß unser Fest trotzdem stattfinden kann. Leider wurden die Ansteckungen immer häufiger, so das auch die Ortsgemeinde Westhofen Ihr Traubenblütenfest absagte. Nun mussten auch wir endgültig die Hoffnung aufgeben und sagten erstmals in der Vereinsgeschichte unser Jahrestreffen ab. Hier nun ein paar Bilder, wie man Westhofen selten sieht.

Der Vorstand

Der erste Treffenplatz von 1984. (Foto: © UWE SCHMITZ)Der erste Treffenplatz von 1984.

Westhofen einmal anders. (Foto: © R.Hettinger)

Westhofen einmal anders.

Unser Festplatz - alles leer. (Foto: © R.Hettinger)

Unser Festplatz – alles leer.

Verwaist die Motorradwiese. (Foto: © R.Hettinger)

Verwaist – die Motorradwiese.

Nirgens sieht man Wohnmobile. (Foto: © R.Hettinger)

Nirgens sieht man Wohnmobile.

(Foto: © R.Hettinger)

Spaziergang durch die leeren Straßen von Westhofen.

Mitten in Westhofen. (Foto: © UWE SCHMITZ)

Mitten in Westhofen.

(Foto: © R.Hettinger)

(Foto: © R.Hettinger)

Anfang der Kellergasse. (Foto: © UWE SCHMITZ)

Anfang der Kellergasse.

Alte Weinfässer. (Foto: © UWE SCHMITZ)

Alte Weinfässer.

Die Ruine der Liebfrauenkirche. (Foto: © UWE SCHMITZ)

Die Ruine der Liebfrauenkirche.

Westhofen einmal anders. (Foto: © R.Hettinger)

(Foto: © R.Hettinger)

Westhofen einmal anders. (Foto: © R.Hettinger)

(Foto: © R.Hettinger)

Mühlrad am Seebach. (Foto: © UWE SCHMITZ)

Mühlrad am Seebach

(Foto: © R.Hettinger)

Foto: © R.Hettinger

Auch hier der Hinweis –NICHT OBEN OHNE– (Foto: © R.Hettinger)

Auch hier der Hinweis –NICHT OBEN OHNE–

(Foto: © R.Hettinger)

(Foto: © R.Hettinger)

Westhofen aus der Sicht der Weinberge

Das chinesische Heisje, Schutzhütte der Winzer. (Foto: © UWE SCHMITZ)

Das chinesische Heisje, Schutzhütte der Winzer.

(Foto: © R.Hettinger)

Ein alter Wasserturm

(Foto: © R.Hettinger)

Man wird aus dem Baum beobachtet

(Foto: © R.Hettinger)

So freuen wir uns alle auf das 36.Jahrestreffen im nächaten Jahr

Fotos: Rudi Hettinger, Uwe Schmitz

Wenn ich vorher gewusst hätte, dass die Pipelinepiste nicht mehr oder zumindest so selten gewartet wird, wäre ich sie sicher nicht gefahren. Naja, wenn man alles vorher wüsste, wär‘s andererseits auch ziemlich langweilig!
In Douz bleibe ich ein paar Tage, wieder sehr stürmisch, den geplanten Tagesausflug lasse ich sausen und lese lieber. Wäsche waschen, ein paar kleinere Wartungsarbeiten – vor allem wieder den Sand aus dem Luftfilter leeren, die üblichen Einkäufe und abends essen gehen runden den Tagesablauf ab.
Der weitere Weg führt über den Chott El-Jerid, tatsächlich mit ein paar Regentropfen, durch das östliche Bergland über Tamerza, Redeyef, Metaloui und Gafsa (mit viel Stau im Ort) nach Norden. Ratet mal, wie der Wind heute wieder bläst! Trotz schnurgerader Strecke ziemliche Schräglage … trotzdem genieße ich die Tour und die vielen Popowehpausen. Bei einer davon fährt eine ganze Gruppe italienischer Motorradfahrer vorbei, gefolgt von ihrem Servicefahrzeug.
Über die C124, in Saket ab über die Passstraße nach Sened, weiter die Direttissima zur P3 nach Norden, jedes Mal wieder eine tolle Strecke durch wunderschöne Landschaft.
Abends einen Feldweg ein Stück reingefahren, das Zelt zwischen Olivenbäumen aufgebaut, in Ruhe gegessen und den Sternenhimmel bewundert, was kann es Schöneres geben auf Erden! Wenn ich rauchen würde, das hätte sicher stimmungsvolle Werbebilder abgegeben.

Nabeul ist das nächste Ziel. Die Strecke durchs Landesinnere abseits der Autobahn ist wieder ein Genuss, manchmal mehr, meist weniger befahren und mit so manchen Schlaglöchern auf der einen oder anderen Nebenstrecke.
Es sind noch einige Tage Zeit bis zur Fähre, ich will noch eine Tagestour rund ums Cap Bon fahren, in der Hoffnung, dass es weiter im Norden etwas weniger Wind hat. Hatte es dann auch, aber tatsächlich nur etwas.
Die Straße an der Ostküste des Cap Bon ist inzwischen bis weit in den Norden hinauf vierspurig ausgebaut, erst weiter oben nimmt die Fahrfreude zu. Die Stichstraße zum Kap Bon selbst schlängelt sich kurvig den Berg hinauf, oben: ratet mal, es stürmt mal wieder, aber hier am Meer ist das ja auch kein Wunder. Die Aussicht ist genial, eine Ziegenherde rundet das Bild ab – gut, in der anderen Richtung sind viele Antennen, aber die muss man ja nicht mitfotografieren.
Abends wird mit anderen Offroadfahrern zusammen im Restaurant am Camping gegessen, das sogar lizenziert ist, wir lassen uns das Bier gut schmecken.
Im Hafen dann eine Überraschung für mich, da ich seit drei Jahren nicht mehr in Tunesien war: man muss nicht mehr in den Schalterraum zum Einchecken, sondern die Schalter an der Hafeneinfahrt sind besetzt, ruckzuck bin ich im Hafen. Dort macht ein Einweiser anscheinend gerade Pause, ich folge dem vorausfahrenden Fahrzeug in eine falsche Richtung und lande versehentlich in der Einreiseabteilung. Naja, irgendwann ist alles geklärt, ausgestempelt und die Carthage der CTN legt mit tatsächlich nur 25 Minuten Verspätung ab! Neuer Rekord! Unter eine Stunde ging das in fast 40 Jahren Afrikareisen noch nie ab!
Essen, schlafen, ratschen, schlafen, Kaffee trinken, schlafen, lesen, zur Abwechslung mal dösen – was man halt auf so einer Fähre alles macht den lieben langen Tag. Die 25 Minuten werden bis Genua eingehalten, mit weniger Wind (streckenweise sogar etwas Rückenwind!) wird noch ein Zwischenstopp am Gardasee eingelegt. Dort muss ich eine gute halbe Stunde an der Rezeption zum Einchecken anstehen, das hatte ich auch noch nie. Jedenfalls genieße ich nach einem leckeren Abendessen im Campingrestaurant das Nachtisch-Eis auf einer Bank mit Blick auf den See, bevor ich am Sonntag wieder wohlbehalten daheim ankomme.
Nachwort für die Motorrad- und die Royal Enfield-Fahrer:
Meine Himalayan 411 Bj.2021 hat überhaupt keine nennenswerten Probleme bereitet, ein oder zwei Schrauben mussten nach den Pisten nachgezogen werden, die untere Halterung des Zubehör-Cobbra-Kettenölers ist verloren gegangen (da kann Royal Enfield nix dafür) und den Luftfilter habe ich zweimal geleert. Einzig auf der sandigen Piste ist bei viiiel Gas und sehr wenig Wind die Motorkontrollleuchte angegangen, vermutlich ist der luft-ölgekühlte Einzylinder heiß geworden. Ich hatte die Maschine abkühlen lassen, den Fehler gelöscht, er ist nicht wieder aufgetreten.
Die Leistung ist eigentlich völlig ausreichend, manchmal wünsche ich mir etwas mehr Power zum Überholen und um manchmal etwas schneller auf der Autobahn unterwegs zu sein – meist fahre ich so 100-110 kmh. Die Motorcharakteristik des Langhubers ist genial für Pisten und Sand, auch bei unter 2.000 UPM reagiert der Motor aufs Gas geben, gerade wenn man vom Sand stark abgebremst wird, kann man sich gut rausarbeiten – Gaaas geben und die Maschine ackert sich weiter! Auch der niedrige Schwerpunkt erleichtert die Balance im Gelände.
Einziges Manko ist für mich die Sitzbank, mit den auf dem Markt erhältlichen kann ich mich nicht anfreunden, eventuell muss ich mal zu einem Sattler gehen. Solche Probleme hatte ich in über 40 Jahren Motorradfahren und gut einem Dutzend unterschiedlichen Motorrädern noch nicht. Das ist aber eine persönliche Sache, jeder Mensch ist anders gebaut, sitzt und empfindet die jeweilige Sitzgelegenheit anders.
Der Tankinhalt war für die gefahrenen Strecken völlig ausreichend, ich hatte zwar noch einen 1,5-l-Reservekanister dabei, den ich aber nie gebraucht habe. Nerviger als daheim ist die viel zu früh aufleuchtende Reserveanzeige. Der Verbrauch: grob gemessen über 4,5 Liter bei starkem Gegenwind bis etwas über 3 Liter auf gemütlichen Bergsträßchen, alles mit Koffern, Gepäckrolle und meinem Doppelzentner (nur mit Kombi, Helm und Stiefeln!).